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St. Florian-Kirche

Geschichtliches zum Ortsteil:

Als älteste Schreibweise findet sich im Vatikanischen Archiv der Name „Celensteda”, 1350 „Zelanstede”, 1354 „Tzelinstede”, 1420 „Salenstede”, auch „Stylenstede”, 1438 „Tzillenstede”. Georg Janßen schließt nicht aus, dass schon im 2. Jahrhundert nach Christus möglicherweise Ptolemäus mit seinem „Tecelia” auf den Ort verweist. Sicher ist der Ort mit seiner Lage auf der zur Marsch abfallenden Geest, die Besiedelung betreffend, den schon besprochenen Ortsteilen wie z.B. Schortens vergleichbar. Die jetzige Kirche wurde 1233 fertiggestellt. Carl Woebcken vermutet, dass zunächst eine Holzkirche vorhanden war, die durch eine steinerne ersetzt wurde. Die  für den Glockenturm verwendeten Steine könnten teilweise von diesem ersten Steinbau stammen, der dann wiederum durch das heutige Gebäude ersetzt wurde. Von Sillenstede aus nahm die in der „Östringer Chronik” geschilderte Fehde zwischen den Wangerländern und Östringern ihren Anfang, die mit dem im Fall eines Sieges gelobten Bau der Kirche in Schortens, der St.-Stephanus-Kirche, im Jahr 1153 zu Ende ging. Die Chronik erzählt von zwei Jünglingen, die anläßlich eines Begräbnisses auf dem Friedhof in Sillenstede beim Würfelspiel in Streit gerieten, in deren Verlauf einer getötet wurde. Es liegt die Vermutung nahe, dass die Kirche in Sillenstede zu Beginn der Fehde, die im Jahr 1153 ihren Anfang nahm, bereits vorhanden war. 

Zum Kirchspiel gehörten bzw. eine Reihe von kleinen Bauernschaften bzw. Einzelhöfen: Barkel, Bei Sillenstede, Benlefstede, Bösselhausen, Connhausen, Depenhausen, Glarum, Grafschaft, Groß- Spieker, Gummelstede, Hohewarf, Klein Barkel, Moorhausen, Moorsum, Moorsumerfeld, Mühlenreihe, Petersburg, Pöttken, Purkswarfe, Warfreihe, Waterlock, Wiedel, Wulfwarfe, und Zielens. Nach Auflösung der von den Nationalsozialisten 1933 gegründeten Großgemeinde Kniphausen wurde Accum der Gemeinde Sillenstede zugeschlagen. (siehe Ortsteil Accum). Die Mühle in der Ortsmitte ist in Privatbesitz und wird, sehr gut wieder hergerichtet, nur noch für Wohnzwecke benutzt. Im Laufe der letzten Jahrzehnte sind neue Straßen und viele schöne Einfamilienhäuser entstanden. Im Zuge einer Gebietsreform kam Sillenstede mit Accum zu Schortens.   

Text: Alfred Amman aus “75 Jahre Heimatverein”

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