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Hochnäsigkeit triumphiert …

Überall im Bereich der evangelisch-lutherischen Kirche gärt es und überall brodelt es. Zumeist artikuliert sich der Unmut der Betroffenen bisher noch unter der Decke. Ganz gleich ob es sich um Vorgänge im Bereich der Gesamtkirche, oder um Geschehnisse in den Landesgliederungen handelt. Gleich, ob es sich um sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, oder um leichtfertigen, wenn nicht sogar sträflichen Umgang mit kirchlichen Finanzmitteln handelt. Etliche Landeskirchen hat es schon erwischt und niemand weiß, wo die nächste Bombe hochgeht. Von nirgendwo her vernimmt man aber notwendige offene Worte – am allerwenigstens den Opfern gegenüber. Damit meine ich nicht nur die Menschen, die in jungem Alter Missbrauchsopfer von ihnen vertrauten Personen geworden sind – ich meine auch die Gesamtheit der Mitglieder der evangelischen Kirche Deutschlands. Sie alle sind Opfer von Fehlhandlungen ihrer kirchlichen Führungen. Die von Mitarbeitern der Firma Kirche – und da vom Bischof über den Rechnungsführer bis hinunter zum Pfarrer oder Heimbetreuer - begangenen zum Teil hochkriminellen Handlungen im sexuellen Bereich, die Fehltritte in diakonischen Hilfseinrichtungen und die zinsgierigen Fehlspekulationen am Geldmarkt, die riesige finanzielle Verluste zeitigten – das alles ist mit menschlicher Schwäche zu erklären, denn frei von Fehlern ist wohl kein menschliches Wesen. Solche Vorgänge schrecken mich auch nicht, damit müssen und können wir leben – was mich schreckt, dass ist die Art und Weise der Unfähigkeit, in der die kirchlichen Oberhirten, die Bischöfe – ganz schnurz, ob Männlein oder Weiblein - in ihrer Unnahbarkeit, um nicht zu sagen Arroganz, mit all diesen Dingen umgehen. Da ist es bei den Katholen ein Erzbischof, der bis zuletzt lügt, dass sich die Balken des Erzbischöflichen Palais biegen – da ist es zum andern die Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, die den Rücktritt wegen ihres persönlichen Trunkenheits-Ausrutschers mit ehrabschneidenden Presseberichten über ihr Fehlverhalten begründet – da ist es auch die nordelbische Landesbischöfin, die sich schmollend vom Amt zurückzieht, weil man ihr scheinbar nicht mehr glaubt, was sie kundtut (wobei ein Wort des Trostes für die Opfer angebrachter gewesen wäre, als jede Bibelwort-Verkündung) und da ist nicht zuletzt der große Bischof der oldenburgischen Zwergenlandeskirche, der undenklich von seinen Mitarbeitern verzockte 4,5 Millionen Euro als nicht relevant bezeichnet, weil der Verlust dieses Geldes die kirchliche Gemeindearbeit im Lande nicht beeinträchtigen würde. Der sogar soweit geht, den ihm untergeordneten Mitarbeitern der Landeskirche einen Maulkorb in der Art zu verpassen, dass jeder der darüber rede seinen Arbeitsplatz verlieren würde. Gleichzeitig begründet er den von der Synode beschlossenen massiven Abbau von Pastorenstellen um 2/3 mit dem fehlen finanzieller Mittel in der Kirchenkasse. Zudem hängt das Überleben etlicher Heim- und Betreuungseinrichtungen des Diakonischen Werkes im Oldenburger Land nur noch am seidenen Faden – bei einigen ist er schon gerissen. Es stürzen aber ja immer und stets nur die kleinen Malocher in den Strudel der Arbeitslosigkeit.

Ich frage mich, wem und was es nützt, wenn der oldenburgische Landesbischof Jan Janssen bei seinen sporadischen publikumswirksamen Gemeindevisitationen in seinem Bistum wie ein großer Leuchtturm in der Mitte steht, wenn er vom Menschlichen und Moralischen her doch nur ein Liliputaner ist.

ewaldeden


Stereotype Marketingphrasen statt wahre Schortenser Stärken

BfB-Info zum Marketing-Konzept der Firma Compono

Die Wählergruppe „Bürger für Bürger“ (BfB) bringt Anfang Juni ein Info-Blatt zum Stadtmarketing heraus (siehe Anhang). Das Info wird von der Firma Heiber kommende Woche flächendeckend in Schortens verteilt. Haushalte, die wegen „Werbeverbots“ auf ihren Briefkästen kein Info erhalten, können es per Email bei janto.just@online.de anfordern.

BfB erneuert die Forderung nach einer Bürgerbefragung zum neuen Schortenser Logo. Die von der CDU vorgesehene „quadratisch stilisierte Weltkugel“ passt nicht zu Schortens. Das Logo hat nichts mit Schortens zu tun, die Bürger können damit nichts anfangen. Es macht überhaupt keine Probleme, das als Stadtwappen bekannte Schortenser Pferd in angepasster und etwas aufgefrischter Form in das neue Logo zu bringen. Mehrere Entwürfe dafür liegen vor. BfB wirft der CDU vor, dass sie die ursprünglich vorgesehene Bürgerbefragung nur abgesetzt hat um zu verhindern, dass sich die Schortenser Bürger mehrheitlich für ein Logo mit Pferd aussprechen. Die CDU findet ein Pferd nicht modern genug. Es geht aber nicht darum, womit sich die CDU identifiziert, sondern womit sich die Bürger identifizieren.

Der von der Firma Compono (Inhaber CDU-Ratsherr Axel Homfeldt) vorgesehene Werbeslogan „Schortens – Nordseenähe inklusive“ sagt nach BfB-Auffassung nur aus, dass es in Schortens die Nordseenähe als Zugabe obendrauf gibt. Der Slogan sagt aber nichts darüber aus, was Schortens selbst bietet. Aus einer im Info ausführlich ausgewerteten Fragebogenaktion geht hervor, was Schortens nach Auffassung seiner Bürger alles bietet: Das sind über 20 Eigenschaften von angenehmer Einfamilienhaus-Struktur bis hin zu kostenlosen Citi-Parkplätzen, die zum Ausdruck bringen, dass man in Schortens noch sehr schön ländlich wohnen kann, aber bereits ein gutes städtisches Versorgungsangebot hat. Zusammen gefasst: Die Bürger schätzen an Schortens, dass es ein guter Mix aus Dorf und Stadt ist! Diese charakteristische Stärke von Schortens sollte im Slogan zum Ausdruck kommen.

Deshalb ist es nach BfB-Auffasssung völlig falsch, wenn Schortens laut Marketing-Konzept der Firma Compono jetzt krampfhaft auf „moderne und dynamische Stadt“ getrimmt werden soll. Compono wirft den „zurückgebliebenen“ Bürgern vor, sie befänden sich „noch“ auf dem Weg vom Dorf zur Stadt und will ihnen „städtisches Bewusstsein“ einimpfen. Compono verkennt, dass die gute Mischung aus Dorf und Stadt gerade die Stärke von Schortens ist und dass Schortens gut daran tut, den Weg vom Dorf zur Stadt nie wirklich zu Ende zu gehen, sondern immer auch dörflich zu bleiben.

Componos Marketing-Konzept geht nicht vom wahren Charakter und von den tatsächlichen Stärken von Schortens aus, sondern von stereotypen Leitbildern wie „modern“, „dynamisch“ und „innovativ“. Das liegt offenbar daran, dass die Firma das Marketing-Konzept für Schortens aus Textbausteinen zusammengestückelt hat, wie sie in vorgefertigten Konzepten für jedes „Unternehmen“ stehen. Danach muss sich jedes Unternehmen heute als „modern, dynamisch und innovativ“ präsentieren. Die wahren Stärken und Eigenschaften bleiben bei diesen billigen Dutzend-Marketing-Konzepten von der Stange natürlich auf der Strecke. Es wäre nach BfB-Auffasssung traurig, wenn sich Schortens an derart abgegriffenen und stereotypen Marketing-Phrasen ausrichten und sich so billig verkaufen würde!

Freundliche Grüße

Janto Just


Wie lange wollen die christdemokratischen Schafe im Schortenser Rat ihrem Leithammel noch blind folgen?

Was der Schöpfer des neuen Schortenser Stadtlogos sich beim in die Welt setzen seines Werkes gedacht hat, das lässt sich doch leicht denken – was die Ratsvertreter, die, und als sie dem „genialen Entwurf“ des profitorientierten Werbestrategen im Rat der Stadt Schortens zustimmten, gedacht haben, „das bleibt wohl im Dunkeln“, sofern sie sich überhaupt etwas gedacht haben, bevor sie mit dem Kopf nickten und/oder die Hand zur Zustimmung hoben.

Das Einzige, an das ich beim Anblick dieses kinderhaftigen Bildchens gedacht habe, das war ein seefest verschnürter Baumwollballen im Hamburger Hafen als Schiffsfracht der früheren Jahre.

Über diese neuerliche „Glanztat“ des rührigen Gemeindebürgers Homfeldt würde sogar seines Vaters Vater – Gott hab ihn selig – sein greises Haupt geschüttelt haben, wenn er den für andere manchmal wirklich unverständlichen Aktionismus seines Kindskindes noch hätte erleben dürfen.

Das neue Erkennungszeichen der Stadt Schortens wird der – trotz des wirtschaftlichen Daniederliegens  der Region - aufstrebenden Kommune ihre Identität und somit den Erkennungswert nehmen. Die Silhouette der Stadt Schortens in Verbindung mit dem Niedersachsenroß  – neudeutsch auch meinetwegen Skyline mit Pferd – erfreut sich nicht nur regional, sondern landes-, bundes- ja sogar weltweit eines hohen positiven Bekanntheitsgrades.

Die folgsamen Schortenser Volksvertreter im Heidmühler Rathaus sollten vielleicht darüber nachdenken, ob es nicht besser wäre, diesen Schrottentwurf abzulehnen und ihn dahin zu verweisen wo er hingehört – nämlich in den Abfallkorb.

 

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